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Einen kurzen Augenblick Zeit

Ich hab das Gefühl ich habe etwas wichtiges vergessen, aber ich weiß nicht was. Ich höre nur ein kleines Kind weinen, doch ich weiß nicht worüber. Ich funktioniere vor mich hin und höre mir selbst nicht zu. Meine Wünsche sind jetzt nur die von anderen. Doch halt. Du hast doch Zeit. Einen Augenblick wenigstens für diese Stimme in dir. Ein Augenblick für ein weites Leben. Ein Augenblick für verwundbare Wirklichkeit. Ach und schon ist es weg. In einem Gewirr aus Plänen, Märchengeschichten und Fabriken finde ich mich wieder. Ich habe Angst wenn ich sehe, wie so viele Menschen an sich vorbei reden, vergessen was sie eigentlich wollen und Rache nehmen. Wo ist diese Zukunft von der alle reden? Für die Zukunft soll es sein, doch ich habe das Gefühl, dass sie niemals existiert hat...Dann wenigstens für die Gegenwart, oder nicht? Wie kann ich denn etwas für die Gegenwart machen, wenn mich so viele Ängste, Hoffnungen und Geschichten davon wegziehen?Schlafwandelnd, in der Welt herum tapsend auf das Richtige hoffend, obwohl man weiß, dass es nur diesen einen Schritt zu sich selbst braucht. Diese Ruhe, der man aus dem Weg geht... Ich brauche Raum. Ganz viel Raum.

9.4.18 17:03

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Merle / Website (12.4.18 02:20)
Frühling steht nicht unmittelbar vor der Tür, mag es auch augenscheinlich mit Helligkeit und Milde erwirkt den Eindruck erwecken, tatsächlich ist es für meine Verhältnisse noch spürbar kühl. Schwermut fällt mir trotzdem anheim, ungeachtet der Jahreszeit, die mir in die Glieder fährt und die Seele kaum berührt. Zuviel an Sorgen, an Betrübnis, da das Leben die Sichel herabsausen läßt und den Schlaf mir raubt. Stunden ziehen sich zur Ewigkeit hin und verkürzen den Tag bei weitem. Wohlfühlen oder Atmen greift zunehmend die Gesundheit an und vermindert die Kraft. Alles wirkt trocken und schwer, gefühlsunecht, surreal und bedeutungslos in der irdischen Form. Und die Sterne locken mit schrecklichem Mattlicht!
Die Brust schmerzt, das Herz tut weh und mir ist als könnt ich Millionen an Jahren weinen! Es heißt die Zukunft ist einen Steinwurf weit entfernt, aber ich kann sogar schwungvoll ausholen, mir versagt der Atem. Oft wünsch‘ ich mir mehr Kraft, mehr Kraft für alles -, am Meisten für mich selbst. Wenn ich über den Balkon schaue will ich Sterne gucken, doch wo sind sie, blind im Frühling verborgen, in der Nacht der Großstadt. In mir suche ich Stille, aber der Verkehrslärm stört, auch die laute Straße in meinem Kopf, und die Freiheit existiert bloß in meiner Vorstellungskraft.
Ich kuschele mich in die Decke und grüß den Abendfrühling in jedem sanften Wehklagen!


AliaManat (12.4.18 18:52)
Wie sehnsuchtsvoll schön!

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